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Handlungshintergrund
Sachsen steht wie alle europäischen Länder vor der
Herausforderung, den notwendigen Umbau von der traditionellen
Industriegesellschaft zur modernen Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft
zu gestalten. Der Arbeitsmarkt zeigt folgende Trends:
- quantitative Beschäftigungslücke und Verschlankung
im Marktsektor - so erwartet die Handwerkskammer Dresden, dass
in Sachsen jährlich zehn Prozent der Arbeitsplätze
im Handwerk verloren gehen (Sächsische Zeitung, 4./5. August
2001);
- qualitativ neue Anforderungsprofile in der Arbeitswelt - weniger
Jedermans-Arbeitsplätze, gebündelte Tätigkeitszuschnitte
erfordern mehr Wissens-, Kommunikations- und Kooperationskompetenzen;
- höheres Beschäftigungsrisiko in strukturschwachen
Regionen (regionale Disparitäten);
- Knappheit betrieblicher Ausbildungsstellen zumindest bis 2005/6
(demographische Wende);
- der Ausbildungsnotstand wird in Sachsen bis heute - und zurecht!
- durch Zusatzprogramme aufgefangen; dies mündet jedoch
im Stau an der zweiten Schwelle; am Übergangsknoten von
der Ausbildung ins Erwerbsleben wächst der Auslesedruck
auf junge Menschen;
- Gesellschaftliche Stellung und Teilhabe-Chancen des Einzelnen
sind nach wie vor an den Erfolg im Erwerbsleben gekoppelt.
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